Neonicotinoide im Honig

Sehr geehrte Damen und Herren

Forscher der Universität Neuchâtel haben eine Studie veröffentlicht in deren Rahmen 200 Honige aus der ganzen Welt auf Rückstände von Neonicotinoiden untersucht wurden. In drei Vierteln der Proben wurden Rückstände dieser Pflanzenschutzmittel gefunden. Bezüglich Honigkonsum geben die Forschenden aber klar Entwarnung. Es sind nur sehr geringe Mengen gefunden worden, welche für den Verzehr als absolut unbedenklich eingestuft werden. In den drei untersuchten Honigen aus der Schweiz waren zwei gänzlich frei von Neonicotinoid-Spuren. Alarmierend ist dieser Befund aber aus Sicht der Umwelt. Das Resultat dieser Studie zeigt einmal mehr auf, dass bei Pestizidbelastungen in der Umwelt und insbesondere auch bei den Bienen ganz allgemein Handlungsbedarf besteht.

Die Presse hat gross auf dieses Thema reagiert, ich konnte an einem Radiointerview Stellung beziehen: http://www.srf.ch/news/international/chemikalien-spuren-im-honig-bienen-sind-weltweit-insektengift-ausgesetzt (Audiobeitrag unterhalb des Berichts).

Detailinformationen sind auf unserer Webseite aufgeschaltet: http://www.bienen.ch/de/aktuelles/detail/News/detail/200-honige-auf-rueckstaende-untersucht-518.html.

Freundliche Grüsse
Mathias Götti Limacher
Zentralpräsident VDRB

Bericht aus dem Tagesanzeiger zum Nachlesen:
http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/drei-viertel-des-produzierten-honigs-enthaelt-insektengift/story/29320970

 

Einladung: Weiterbildung für die Imker des Kantons Freiburg

Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen lädt alle Imker des Kantons zu einer Weiterbildungsveranstaltung im Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve, Route de Grangeneuve 31, Posieux, ein.

Lehrbienenstand Grangeneuve: Apistischer Kurzbericht für August

Nachstehend die Beobachtungen der Periode vom 8. August bis zum 7. September 2017:

Die zweite Behandlung wurde jetzt installiert. Ende August sind die maximalen Temperaturen bis 32 Grad angestiegen – wirklich zu warm für die Jahreszeit! Die Witterungsbedingungen schwanken sehr stark, aber allgemein sind es gute Bedingungen für die Bienen, diese finden viel Nektar im Weissklee.

Wir sind dieses Jahr zufrieden mit der Honigernte, eine positive Bilanz.

Die Birnenernte ist praktisch abgeschlossen, jetzt folgt die Lagerapfel-Ernte. Im Kühlraum wird im Winter ein grosser Teil dieser Früchte wegen des Spätfrosts fehlen!

Dominique Ruggli
Verantwortlicher Obstbau, Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg
dominique.ruggli@fr.ch

(Foto: MSG Martin Staffler)

Waagvolk Heitenried: Apistischer Bericht August/September 2017

Apistischer Monatsbericht vom 15.8.-15.9.2017

Beutetyp Dadant Blatt; Südlage in Biohochstammobstanlage; Trachtangebot Hochstammobst, Hecken, Löwenzahn, Mischwald, Bioimkerei geführt nach den Anforderungen von Knospe, Bio Suisse

Nach einer reichlichen Ernte Ende Juli sammelten die fleissigen Bienen immer noch Nektar im Wald. Der Efeu, die Himbeeren, die Phacelia und viele verschiedene Blütenpflanzen in Gärten boten auch reichlich Pollen bei hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 31.1°C am 29. August. Der Varroabefall ist dieses Jahr eher gering. Die Völker sind noch sehr stark und brauchen somit auch viel Futter, diesem Futterverbrauch ist entsprechend Rechnung zu tragen und nun für den kommenden Winter entsprechend aufzufüttern.

Biene auf Phacelia. (Bild: Ruedi Ritter)

Wildbienenhotel Atelier am 23. September 2017

Für den Bienen- und Trachtpflanzenlehrpfad beim Pflegeheim Maggenberg haben wir ein grosses Wildbienenhotel gebaut, das wir nun zusammen befüllen möchten. Das Wildbienenhotel besteht aus 13 sechseckigen Kästen, es braucht also einiges an Füllmaterial!

Wir treffen uns am 23. September 2017 um 14.00 Uhr an der Chännelmattstrasse 5 in Düdingen (Zivilschutzanlage der Gemeinde Düdingen, Parkplatz beim Ochsen).

Mitbringen: viel Füllmaterial und allfällig benötigte Werkzeuge

Beispiele für Füllmaterial:

  • Bambusstängel
  • Schilfrohr
  • Markhaltige Stängel (Holunder, Brombeer, Himbeer, Königskerzen etc.)
  • Strohhalme
  • Trockenes Hartholz
  • leere Schneckenhäuser
  • Lehmhaltiger Sand
  • Strangfalzziegel (Biberschwanzziegel)

Ein paar Links mit zusätzlichen Informationen: