Waagvolk Heitenried: Apistischer Bericht vom 11.08.2020-10.09.2020

Beutetyp Dadant Blatt; Südlage in Biohochstammobstanlage; Trachtangebot Hochstammobst, Hecken, Löwenzahn, Mischwald, Bioimkerei geführt nach den Anforderungen von Knospe, Bio Suisse

Diesen Spätsommer sind die Wespen aktiv wie selten in den letzten Jahren. Wespenfallen helfen auch nur teilweise. Auffallend ist der Unterschied auf den verschiedenen Ständen. Fast unausstehlich sind sie am Stand der Obstanlage wo es auch süsse Früchte hat. Unangenehme Stiche müssen in Kauf genommen werden. Nun bei kälteren Tagen wird auch diese Population wieder abnehmen, aber vorläufig sind noch heisse Tage angesagt. Bei herbstlichen Temperaturen kann dann um Mitte September die Herbstbehandlung gemacht werden.

Bienen kämpfen mit Wespe
Bienen kämpfen mit Wespe (Bild: Bienen & Natur)

Lehrbienenstand Grangeneuve‏: Apistischer Kurzbericht für August 2020

Die Völker, in denen die Königinnen in Käfigen (Brutstopp) gehalten wurden, haben sich im August mittels stimulierender Fütterung gut erholt.

Während der Hitzewellen im August wollten die Bienen trotz eines weniger als 15 Meter entfernten Naturteiches die Freuden des Schwimmens in einem gechlorten Becken geniessen. Demzufolge war etwas Nervosität bei den jungen Nachbarn in den gestreiften Badenanzügen zu spüren. Vor dem Schul-Bienenhaus wurde jetzt ein zusätzlicher privater Bienenpool eingerichtet.

Am Bienenstand eines privaten Imkers haben wir zusammen „Honig“ von roten Wildkirschen geerntet: ein Zeichen für Trachtmangel im Juli.

Eric Dorthe
Verantwortlicher Lehrbienenstand Grangeneuve
Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg

Le pas à pas : le nourrissement spéculatif (2006)
(Bild: apiservices.biz)

Waagvolk Heitenried: Apistischer Bericht vom 11.07.2020-10.08.2020

Apistischer Monatsbericht vom 11.07. 2020-10.08.2020

Beutetyp Dadant-Blatt; Südlage in Biohochstammobstanlage; Trachtangebot Hochstammobst, Hecken, Löwenzahn, Mischwald; Bioimkerei geführt nach den Anforderungen von Knospe, Bio Suisse

Am 11. Juli gab es in unserer Region bei einem starken Gewitter 40 Liter Regen pro Quadratmeter, damit kam auch der Eintrag von Waldhonig zum Stillstand. Am 14. Juli wurde abgeräumt und anschliessend eine erste Fütterung mit Zuckerwasser verabreicht. Die Sommerbehandlung wurde auf einem Stand mit der Langzeitbehandlung Ameisensäure 70 % ausgeführt. Auf einem anderen Stand wurden die Königinnen in Königinnen-Käfige eingesperrt, bis die Völker nach 23 Tagen brutfrei waren und  mit Oxuvar besprüht wurden. Der Varroa-Fall auf den Unterlagen war gering. Die Königinnenzucht nach dem VSH-Zuchtprogramm (Varroa Sensitive Hygiene) – auf Deutsch Varroa-resistente Bienenzucht – zeigt ihre Wirkung mit einem viel geringeren Varroa-Befall.

Lehrbienenstand Grangeneuve‏: Apistischer Kurzbericht für Juli 2020

Seit Anfang Juli zeigt die Waage sinkende Werte an: Die Bienen können sich nicht mehr selbst versorgen.

Das Schleudern wurde am 15. Juli mit durchschnittlich 7 kg pro Kolonie durchgeführt (inklusive Prüfbienenstand).

Die Brutwaben waren besorgniserregend leer. Zur Verbesserung der Situation wurde eine Schnellfütterung durchgeführt, gefolgt von der ersten Sommerbehandlung mit Ameisensäure noch vor der Hitzewelle.

Ab jetzt sind die Drohnen bei den Völkern nicht mehr erwünscht: Das schwächere Geschlecht ist nicht dasjenige, das man glaubt.

Eric Dorthe
Verantwortlicher Lehrbienenstand Grangeneuve
Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg

 

Lehrbienenstand Grangeneuve‏: Apistischer Kurzbericht für Juni 2020

Der Juni ist vorbei und die Waage zeigt immer noch das gleiche Gewicht an!
Schöne Honigernte am 28. Mai mit trockenerem Honig in den offenen als in den verschlossenen Zellen.

Die Trachtlücke und die Kälte der letzten Wochen sind die Ursache für die bescheidenen Reserven in den Brutwaben. Nach dieser ungewissen Zeit hat sich nun das Wetter um den Zeitpunkt der Sonnenwende herum gebessert . Einige wenige Kolonien haben bis zum Ende des Monats geschwärmt.

In diesem zeitigen Jahr wird es notwendig sein, „so schnell wie möglich, aber so langsam wie nötig“ die erste Sommerbehandlung durchzuführen, wie der Freiburger Bundesrat sagte.

Eric Dorthe
Verantwortlicher Lehrbienenstand Grangeneuve
Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg