Waagvolk Heitenried: Apistischer Bericht Oktober 2019

Beutetyp Dadant Blatt; Südlage in Biohochstammobstanlage; Trachtangebot Hochstammobst, Hecken, Löwenzahn, Mischwald, Bioimkerei geführt nach den Anforderungen von Knospe, Bio Suisse

Im vergangenen Zeitabschnitt während eines Monats von Oktober bis November regnete es während 20 Tagen mit 129 lt. pro Quadratmeter. Die Winterbienen hatten ihre verdiente Ruhe im Vergleich zum letzten Jahr wo sie bis zum 12. November intensiv Phacelia sammelten. Dadurch verloren sie ihre Reserven für den Winter, in unserem Vereinsgebiet gingen teilweise viele Völker wohl dadurch ein.

An den wenigen Sonnentagen der letzten Herbsttage sammelten sie vor allem Nektar und Pollen des Efeu und den verschiedenen Herbstastern. Nun steht nach den vergangen kalten Nächten als nächstes die Winterbehandlung an.

Lehrbienenstand Grangeneuve‏: Apistischer Kurzbericht für September

Kurzbericht vom 10. Oktober 2019

Unsere Völker sind bereit für die Einwinterung. Wir haben die Königinnen wo nötig gewechselt, und die Fütterung ist abgeschlossen.

Letzte Woche erlebten die Bienen eine erste Frostnacht, was normalerweise die Legetätigkeit der Königin stoppt. Dieses Jahr war dies nicht der Fall, da wir noch schöne, warme und sonnige Tage hatten.

Nun sind der Efeu und der Weissklee am Blühen.

In der Obstanlage sind jetzt die Lagersorten pflückreif: Gala ist abgeerntet, und wir beginnen mit Golden, Topaz und Mairac, aber auch die sehr aromatische Herbstsorte Rubinette ist dieses Jahr besonders schön gefärbt.

Dominique Ruggli
Verantwortlicher Obstbau

Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg
dominique.ruggli@fr.ch


Efeu in Blüte. (Bild: phlora.de)

Waagvolk Heitenried: Apistischer Bericht September 2019

Beutetyp Dadant Blatt; Südlage in Biohochstammobstanlage; Trachtangebot Hochstammobst, Hecken, Löwenzahn, Mischwald, Bioimkerei geführt nach den Anforderungen von Knospe, Bio Suisse

Bei der Kontrolle der Völker konnte ich feststellen, dass schon in einer Mehrheit der Beuten, trotz gut besetzter Waben wenig bis sogar keine Brut mehr vorhanden ist. So kann schon im November die Winterbehandlung frühzeitig vorgenommen werden. Spüren die Bienen einen frühen Winter? Die Bienen sind ja immer wieder für Überraschungen gut. In früheren Jahren konnte diese Situation auch schon festgestellt werden und ein früher Winter traf dann auch tatsächlich ein.

Waagvolk Heitenried: Apistischer Bericht August 2019

Beutetyp Dadant Blatt; Südlage in Biohochstammobstanlage; Trachtangebot Hochstammobst, Hecken, Löwenzahn, Mischwald, Bioimkerei geführt nach den Anforderungen von Knospe, Bio Suisse

Im Zeitabschnitt vom 9. Aug. bis 10. Sep. gab es in unserer Region 121 lt. Niederschläge, allein 52 lt. am 20. Aug. Die Wiesen sind wieder saftig grün. Die Fütterung der Völker ist fast abgeschlossen, die Völker sind stark. Mit Zuckerwasser 0.7:1 haben auch die Jungvölker die Mittelwände sehr gut ausgebaut und sind nun auf 5-7 Waben. Nach der bevorstehenden Herbstbehandlung werden die älteren Königinnen mit Belegstellenköniginnen von Moleson ersetzt.

Lehrbienenstand Grangeneuve‏: Apistischer Kurzbericht für August

Unten der Kurzbericht für den Monat August 2019:

Grangeneuve, FR

In Jahren mit «magerer» Nektar- und Pollenausbeute entwickeln sich Ableger und Schwärme nur schwer. Auch wenn man mit Sirup kompensiert, um sie zu stimulieren, entwickeln sie sich nicht richtig. Die Natur lässt sich nicht betrügen. Die im Mai gebildeten Ableger sind toll, später ist es schwierig.
In diesem Jahr sind die Tage, an denen mehr als ein halbes Kilo Nektar eingetragen wurde, selten.
Die zweite Behandlung mit Ameisensäure findet in der ersten Septemberhälfte statt. Die Völker sollten bis zur Freiburger Kilbi in Ordnung sein (altes Freiburger Sprichwort).

Gewicht: Differenzen für die Periode vom 5.08. bis 2.09.19:
Bürki-Magazin: 0.9 kg.
Dadant-Magazin(bienen.ch/waagvolk): 8.8 kg.

Im August gab es eine gute Zwetschgenernte. Jetzt ernten wir die Williamsbirnen, und bei den frühen Apfelsorten (Gravenstein, Galmac, Primerouge…) ist die Ernte abgeschlossen.

Dominique Ruggli
Verantwortlicher Obstbau

Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg
dominique.ruggli@fr.ch

Freiburger Kilbi. (Bild: estavayer-payerne.ch)