apiservice weist auf eine gefährlich hohe Milbenbelastung hin!
Bitte beachtet die Seite von BienenSchweiz (vormals VDRB).

(Bild: die-honigmacher.de)
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(Bild: die-honigmacher.de)
Kurzbericht für Oktober 2018:
Grangeneuve, 1725 Posieux, FR (635 m ü. M.)
Beutetyp: CH-Kasten + Dadant-Magazin
Lage: Wald und Wiesenland
Trachtangebot: Wiesen, Hecken, Mischwald, Bachufer, Obstanlage
Im Oktober waren die Wetterbedingungen sehr günstig für unsere Bienen: wieder zu warm und trocken für diese Jahreszeit. Wir mussten feststellen, dass einige Völker trotz früher Behandlung (9. Juli und 1. September) stark mit Varroa befallen waren (Flügeldeformationen). Diese geschwächten Völker litten unter starkem Raubdruck, und wir mussten das Flugloch verkleinern.
Einige Imker sagen uns, dass ihre Völker durch Phacelia geschwächt werden. Eine Studie (Agrarforschung Schweiz, 7, (3), 2016, 120-127) zeigt jedoch, dass das Ausfliegen in Zwischenkulturen oder Gründüngung mit Phacelia die Bienenvölker während der Blüte sowie in den darauf folgenden Monaten weder positiv noch negativ beeinflusst.
Dieses Obstjahr wird als gutes Jahr mit Früchten von ausgezeichneter Qualität in Erinnerung bleiben. Die Lagersorten Golden, Topaz, Idared u.a. konnten in idealen trockenen Bedingungen geerntet werden.
Dominique Ruggli
Verantwortlicher Obstbau, Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg
dominique.ruggli@fr.ch

Verwendung der Bienenweide Phacelia als Gründüngung (Bild: researchgate.net).
Apistischer Monatsbericht vom 16.9.-15.10.2018
Beutetyp Dadant Blatt; Südlage in Biohochstammobstanlage; Trachtangebot Hochstammobst, Hecken, Löwenzahn, Mischwald, Bioimkerei geführt nach den Anforderungen von Knospe, Bio Suisse
Die ausserordentlich hohen Temperaturen diesen Herbst regte weiterhin eine rege Flugtätigkeit der Flugbienen an. Sie profitieren weiterhin von den prachtvoll blühenden Phacelia-Feldern, die zur Gründüngung angesät werden. Auch auf dem Efeu und den verschiedenen herbstblühenden Stauden nutzen sie Pollen und Nektar. Die reiche Obsternte ist abgeschlossen, neben viel Bio-Tafelobst gab es auch viel guten, fruchtigen Bio-Apfelsaft. Bei der Sommerbehandlung waren sehr wenige Varroa auf den Unterlagen. Vor dem Einwintern wird noch einmal die Futterversorgung kontrolliert um diesbezüglich keine Überraschung erleben zu müssen.

Völlig unerwartet ist am letzten Montag der Bienenfreund und wohlwollende Wegbegleiter unseres Vereins Anton Jungo verstorben. Er hat in den vergangenen Jahren den Imkerverein Sense stets mit Interesse und Tatkraft unterstützt, nicht zuletzt als Autor bei unserer Jubiläumsschrift von 2017, wo er die geschichtlichen Fakten gewissenhaft und mit langem Atem zusammengetragen und den historischen Abriss des Vereins verfasst hat. Wir werden uns seiner immer in Freundschaft und Dankbarkeit erinnern. Der Trauerfamilie sprechen wir unser herzliches Beileid aus.
Der Trauergottesdienst findet morgen Freitag in Schmitten statt.
Zum Artikel in den Freiburger Nachrichten

Kurzbericht vom 9. Oktober 2018
Grangeneuve, 1725 Posieux, FR (635 m ü. M.)
Beutetyp: CH-Kasten + Dadant-Magazin
Lage: Wald und Wiesenland
Trachtangebot: Wiesen, Hecken, Mischwald, Bachufer, Obstanlage
Die elektronische Waage wurde am 27. September abgeschaltet. Der Monat September war um 2 Grad wärmer, und die Niederschläge entsprachen 35% des mehrjährigen Durchschnitts. Die Gewichtsschwankungen auf den Waagen waren im September sehr gering und wir mussten den Kolonien im Vergleich mit anderen Jahren mehr Futter geben. Die zweite Varroa-Behandlung wurde am 11. September beendet. Der Varroa-Fall war normal, die zwei Behandlungen haben gut gewirkt. Was uns Sorgen macht, ist, dass wir Bienen mit deformierten Flügeln sehen, was ein Anzeichen für Virusinfektionen sein kann. Ansonsten haben die Bienen regelmässig Pollen eingetragen, die Bruttätigkeit ist im September aber stark gesunken.
Dieses Jahr haben wir eine sehr schöne und grosse Obsternte. Die Bäume aller Sorten sind vollbeladen, und diese Mengen an Früchten „kompensiert“ teilweise das letztjährige schlechte Obstjahr. Momentan werden die spätreifenden Sorten geerntet (Idared, Mairac, Golden, Topaz, Ariwa, Florina u. a.).
Dominique Ruggli
Verantwortlicher Obstbau, Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg
dominique.ruggli@fr.ch
(Bild: rette-die-biene.info)