Lehrbienenstand Grangeneuve: Apistischer Kurzbericht für April

Nachstehend die Beobachtungen der Periode vom 18. April bis zum 2. Mai 2018:

Grangeneuve, 1725 Posieux, FR (635 m ü. M.)

Bürki-Magazin, manuelle Waage, Carnica-Königin 2016
Zunahme: 8.3 kg
Abnahme: 0 kg
Periodendifferenz: 8.3 kg

Dadant-Magazin, elektronische Waage, Carnica-Königin 2017
(Internet – http://www.bienen.ch/de/services/waagvoelker.html)
Zunahme: 6.6 kg
Abnahme: 0.9 kg
Periodendifferenz: 5.7 kg

Wir haben die Honigwaben am 25. April aufgesetzt. Die Obstblüte ist dieses Jahr von einem Tag zum anderen gekommen: Eine Mittelwand wurde innerhalb von 3 Tagen komplett gebaut und mit Brut belegt. Das Volk im Schweizerkasten scheint ein wenig stärker zu sein.
Seit Anfang Mai sind die Temperaturen leicht gesunken, es wird aber wieder wärmer ab Samstag, 5. Mai. Jetzt ist die Obstblüte zu Ende ebenso wie auch die Löwenzähne.

Dominique Ruggli
Verantwortlicher Obstbau, Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg
dominique.ruggli@fr.ch


(Bild: abeilleduforez.tetraconcept.com)

Lehrbienenstand Grangeneuve: Apistischer Kurzbericht für März

 Kurzbericht vom 7. April 2018

Grangeneuve, 1725 Posieux, FR (635 m ü. M.)

Beutetyp: CH-Kasten, manuelle Waage, Carnica 2016, und
Dadant-Magazin, elektronische Waage (noch nicht in Betrieb, www.bienen.ch: roter Punkt unterhalb Freiburg), Carnica 2017
Lage: Wald und Wiesenland
Trachtangebot: Wiesen, Hecken, Mischwald, Bachufer, Obstanlage

In Grangeneuve stehen 2 Waagvölker. Die elektronische Waage ist jedoch noch nicht in Betrieb, wird aber baldmöglichst installiert.
Diesen Frühling haben wir nur ein Volk verloren; wir sind glücklich, dass unsere Völker gut überwintert haben.
Am Ostermontag haben wir unsere Völker besucht und erstaunlicherweise sehr wenig Pollen festgestellt. Normalerweise findet man neben dem Brutnest einen Rahmen mit frischem Pollen, was jedoch nicht der Fall war. Wahrscheinlich haben die Bienen zu wenig Zeit gehabt, um Pollen zu sammeln, denn die Haselstrauch-Kätzchen wurden durch den Frost im März verbrannt. Wir denken, dass es aus diesem Grund einen Brutunterbruch gab. Wir haben zwar junge Bienen gesehen, aber keine frisch gelegten Eier.

Jetzt sind unser Obstbäume im Stadium „grüne Spitze“ (Knospenaufbruch), was für diese Jahreszeit normal ist, nicht wie im 2017 wo schon Anfang April die Zwetschgenbäume am Blühen waren!

Dominique Ruggli
Verantwortlicher Obstbau, Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg
dominique.ruggli@fr.ch

Blühende Zwetschgenbäume. (Bild: genussregion.oberfranken.de)

Lehrbienenstand Grangeneuve: Apistischer Kurzbericht für Februar

Kurzbericht vom 12. März 2018

Grangeneuve, 1725 Posieux, FR (635 m ü. M.)

Beutetyp: CH-Kasten + Dadant-Magazin
Lage: Wald und Wiesenland
Trachtangebot: Wiesen, Hecken, Mischwald, Bachufer, Obstanlage

„Februar ist der kürzeste Monat, aber ohne Ende“, sagt man bei uns im Freiburger Patois! Die Bienen waren den ganzen Monat Februar eingeschlossen, und dies mindestens 3 Wochen ununterbrochen. Vor dem Flugbrett war der Schnee gelb von Exkrementen, was eigentlich nach einer langen Periode ohne Ausflugmöglichkeit normal ist.

Die Flugbienen sammeln jetzt gelben bis rosaroten Pollen von den Haselsträuchern und den ersten Weiden. Wir planen die Frühlingskontrolle für diese Woche.

Mit -1,3 Grad Monatsdurchschnitt war der Monat Februar 2,2 Grad kälter als der 30-jährige Temperatur-Durchschnitt. Nur während zweier Nächte wurde kein Frost registriert.

Die meisten Obstbäume sind jetzt noch in die Winterruhe, nur frühe Birnensorten befinden sich im Knospenschwellstadium. Dieses Jahr treiben die Obstbäume nicht so früh aus wie im letzten Frühling!

Dominique Ruggli
Verantwortlicher Obstbau, Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg
dominique.ruggli@fr.ch 


(Bild: imkerei-steiner-rabitsch.at)

 

Lehrbienenstand Grangeneuve: Apistischer Kurzbericht für Dezember 2017 und Januar 2018

Kurzbericht vom 9. Februar 2018

Grangeneuve, 1725 Posieux, FR (635 m ü. M.)

Beutetyp: CH-Kasten + Dadant-Magazin
Lage: Wald und Wiesenland
Trachtangebot: Wiesen, Hecken, Mischwald, Bachufer, Obstanlage

Die Temperaturen sind Anfang Dezember bis auf minus 7.6 Grad (am 10. Dezember) gesunken. Der Monatsdurchschnitt war rund ein halbes Grad unter dem 30-jährigen Mittel. Der Januar war um 4.2 Grad wärmer als der Durchschnitt.

Wir haben die Winterbehandlung während den ersten Januartagen gemacht. Die Nahrungsreserven sind je nach Völkern unterschiedlich. Bis jetzt haben wir ein schwaches Volk verloren; von den umliegenden Imkern haben wir bisher nichts gehört wegen Verlusten. Einige Völker haben schon Brut.

Die Natur wollte schon im Januar erwachen: Haselnussblüten waren bereits Anfang Januar offen. Jetzt muss der Winter mit kalten Temperaturen noch einen Monat dauern, damit die Dormanz bei den Obstbäumen nicht durch wärmere Temperaturen unterbrochen wird.

Dominique Ruggli
Verantwortlicher Obstbau, Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg
dominique.ruggli@fr.ch

Männliche Haselnussblüte. (Bild R. Ritter)

Lehrbienenstand Grangeneuve: Apistischer Kurzbericht für November

Grangeneuve, 1725 Posieux, FR (635 m ü. M.)

Beutetyp: CH-Kasten + Dadant-Magazin
Lage: Wald und Wiesenland
Trachtangebot: Wiesen, Hecken, Mischwald, Bachufer, Obstanlage

Im November war das Wetter ziemlich trocken und kalt, mit einer kleinen Erwärmungsperiode vom 21. bis am 24. November mit Temperaturen über 10 Grad. Wir haben die Träufelbehandlung noch nicht durchgeführt. Dieses Jahr ist wenig Varroa gefallen. Unsere Völker wurden in gutem Zustand eingewintert, deshalb hoffen wir das Beste für nächstes Jahr. Bei der Standkontrolle im November wurde festgestellt, dass ein Volk wenig Nahrungsreserven hatte. Dieses Phänomen hört man auch von andern Imkern in unserer Region.
Die Obstbaumschnittkurse haben schon begonnen. Im November war das Wetter günstig, um Ersatz- und Neupflanzungen durchzuführen.

Dominique Ruggli
Verantwortlicher Obstbau, Landwirtschaftliches Institut des Kantons Freiburg
dominique.ruggli@fr.ch

(Bild: hampel-honig.de)