Insektizide schädigen Drohnen

Berner Forscher haben herausgefunden, dass zwei Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide die Lebensdauer männlicher Bienen und deren Spermienqualität beeinflussen. Bisher waren nur Auswirkungen auf weibliche Bienen bekannt. Weil
das Überleben und die Leistungsfähigkeit der Bienenkönigin von der erfolgreichen Begattung abhängt, hat eine schlechte Spermienqualität schwerwiegende Folgen für die
Königin und die ganze Kolonie.

Artikel in den Freiburger Nachrichten vom 28.7.2016, S. 24
Zur Pressemitteilung von ZBF und IBH (Uni Bern)


(Foto: Wikipedia)

Zwölf Königinnen in Grangeneuve

Zwölf Bienenköniginnen werden die nächsten beiden Jahre im Schulbienenhaus in Grangeneuve eingehend geprüft. Ziel ist unter anderem eine bessere Bekämpfung der Varroa und mehr Resistenz gegen Krankheiten.

Zum Artikel in den Freiburger Nachrichten vom 21.7.2016, S. 3

Hummeln bestäuben Pflanzen im urbanen Raum häufiger

Hummeln bestäuben Pflanzen in der Stadt häufiger als auf dem Land. Gleichzeitig sind die Insekten in urbanen Gebieten öfter von bestimmten Parasiten befallen, die ihre Lebensdauer verkürzen können, wie eine neue Studie zeigt. Die Studie zeigt auch, wie schlecht die Bedingungen für Wildbienen und die von ihnen bestäubten Pflanzen in modernen landwirtschaftlich genutzten Gebieten sind.

Zum Artikel in den Freiburger Nachrichten


(Foto: natuerlich-online.ch)

EU-Kommission verlängert wie angekündigt Glyphosat-Zulassung

Die EU-Kommission hat die Europa-Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat um bis zu 18 Monate verlängert. In dieser Zeit soll die europäische Chemikalienagentur Echa ihre Bewertung vorlegen.
Glyphosat steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Unstrittig sind massive negative Einflüsse der Chemikalie auf die Artenvielfalt.

Zum Artikel in den Freiburger Nachrichten vom 29.6.2016
Zum Artikel in den Freiburger Nachrichten vom 28.6.2016


(Foto: Ingo Bartussek)

apiservice: Asiatische Hornisse

Die Asiatische Hornisse Vespa velutina wurde bisher in der Schweiz noch nicht entdeckt. In Frankreich, Deutschland und Italien breitet sie sich aber rasch aus. In Zusammenarbeit mit dem ZBF hat der BGD die wichtigsten Informationen zu diesem hierzulande noch unbekannten Schädling in Form eines Merkblatts zusammengestellt.

Vorgehen bei Verdacht:
Falls Sie eine verdächtige Hornisse entdecken, fotografieren Sie diese (mit dem Handy oder einem Fotoapparat) und schicken Sie die Bilder mit genauer Angabe zu Sichtungsort und -datum zur weiteren Abklärung umgehend an die E-Mail-Adresse des Bienengesundheitsdienstes (BGD) info@apiservice.ch. Lässt die Bildqualität es zu, veranlasst der BGD die Bestimmung des Insekts.
Gelangen Sie in den Besitz einer verdächtigen toten Hornisse, schicken Sie diese in einer Kartonschachtel verpackt per A-Post an den BGD (Schwarzenburgstrasse 161, 3003 Bern). Bestätigt sich der Verdacht, wird das weitere Vorgehen zusammen mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) festgelegt.

Gefahrengebiete:
In der Schweiz werden diese vor allem in niedrigen Lagen, entlang von Flussläufen erwartet.

Zum Merkblatt Asiatische Hornisse
Zum Informationsblatt zur Art-Identifizierung

 
Asiatische Hornisse Vespa velutina
Man beachte die gelben Beine (englisch: Yellow-legged Hornet)!
(Foto: arboriculture-vaudoise.ch)