In diesem Jahr treffen wir uns am Samstag, 13.06.2026 um 13.00 Uhr bei der Familie Spicher im Rohr 33 in 1712 Tafers. Wir werden im Bienenstand von Paul und Florian Spicher arbeiten, dürfen den Bienenstand von Marius Schmutz unter die Lupe nehmen und auf dem Hof von Martin und Marianne Zbinden einen Einblick in die Mohnoelgewinnung erhalten. Ein spannender Nachmittag erwartet uns und dauert bis ca. 17.00 Uhr! Bitte bildet Fahrgemeinschaften und nehmt Eure Nachbarimkerinnen und Nachbarimker mit. Wir freuen uns auf einen wunderbaren Austausch, mit viel Neuem oder Anderem und dass wir uns wieder einmal zu treffen.
Anschliessend läd der Verein zu einem gemütliches z’Vieri ein. Bisch dr by?
Bis am Samstag!
Der Vorstand
Rückblick Standbesuch:
Am vergangenen Samstagnachmittag durften wir einen abwechslungsreichen und lehrreichen Standbesuch erleben. Die drei besuchten Posten boten jeweils spannende Einblicke und zeigten auf eindrückliche Weise die Vielfalt unserer Tätigkeiten und Herausforderungen.
Den Auftakt bildete der Bienenstand von Paul und Florian Spicher. Dieser wurde erst kürzlich vollständig neu gebaut. Das handwerkliche Geschick der Gastgeber sowie die vielen liebevoll ausgeführten Details waren überall sichtbar und beeindruckten die Teilnehmenden. Gemeinsam mit Fränzi erhielten wir zudem eine praktische Einführung in die Varroakontrolle mittels Auswaschmethode. Diese ermöglicht es, den Befallsgrad eines Volkes zuverlässig zu bestimmen und Sommerbehandlungen gezielt dort durchzuführen, wo sie tatsächlich notwendig sind.
Bei Marius Schmutz bekamen wir einen eindrücklichen Einblick in die Auswirkungen der Asiatischen Hornisse. Ein Nest in unmittelbarer Umgebung seines Bienenstandes führte dazu, dass von ursprünglich 45 Bienenvölkern lediglich 15 den starken Druck der invasiven Asiatischen Hornissen überstanden. Umso bemerkenswerter ist es, wie konsequent Marius den Wiederaufbau angepackt hat. Mit viel Engagement widmet er sich in diesem Frühjahr der Völkervermehrung und hat bereits beinahe wieder den Bestand des Vorjahres erreicht.
Zum Abschluss erwartete uns ein Einblick in ein seltenes Handwerk unserer Region. Martin Zbinden empfing uns auf seinem Hof und führte uns durch die Herstellung von Mohnöl. Vom Säen über die Ernte, Reinigung und Sortierung bis hin zum Pressen und Abfüllen erfolgt jeder Arbeitsschritt auf seinem Betrieb. Sogar das Saatgut für die nächste Aussaat produziert er selbst. Ein geschlossener Kreislauf, der uns Imkerinnen und Imker durchaus an den eigenen Wachskreislauf erinnert. Das Mohnöl überzeugt mit seinem angenehm nussigen Geschmack und eignet sich hervorragend, um Salaten eine besondere Note zu verleihen. Als einziger Produzent von Mohnöl in der näheren Umgebung gewährte uns Martin einen seltenen und sehr interessanten Einblick in seine Arbeit.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diesen gelungenen Standbesuch ermöglicht haben, sowie den Referenten und Gastgebern für ihre Offenheit, die spannenden Beiträge und die wertvollen Einblicke. Wir blicken auf einen rundum gelungenen Nachmittag zurück und freuen uns bereits auf den nächsten Standbesuch im kommenden Jahr.
Wir schützen die Bienen! Gemeinsam mit anderen Organisationen hat BienenSchweiz eine Bienen-Initiative erarbeitet. Wir wollen die Bienen und Bestäuberinsekten schützen, ihre Bestäubungsleistung sichern und die Förderung der Bestäuberinsekten in der Verfassung verankern.
Darum braucht es eine Initiative
Honigbienen, Wildbienen und andere einheimische Bestäuber-Insekten finden nicht ganzjährig genügend Blütennahrung und sichere Nistplätze. Auch Krankheiten und invasive Arten setzen ihnen zu. Fast die Hälfte aller Wildbienenarten ist bedroht oder schon ausgestorben. Doch gemeinsam können wir das Bienensterben stoppen und die Bestäubung unserer Wild- und Kulturpflanzen sichern!
Wir brauchen eine Bienen-Initiative, denn Bienen sind:
Unverzichtbar – für eine vielfältige und genussvolle Ernährung
Unersetzbar – für gute Qualität und reiche Ernte
Lebensnotwendig – für eine artenreiche und blühende Natur
In der Beilage finden Sie die wichtigen Informationen zur Bienenhaltung für das Jahr 2026.
Wie dies bereits in den Vorjahren der Fall war, verzichten wir auf den Versand in Papierversion und sämtliche im Informationsschreiben erwähnten Dokumente können über die Internetseite des Staats Freiburg https://www.fr.ch/de/energie-landwirtschaft-und-umwelt/landwirtschaft-und-nutztiere/bienenstaende eingesehen, heruntergeladen und gedruckt werden. Sie gelangen ebenfalls direkt zu den Dokumenten, indem Sie auf die farbigen Links im Text des beiliegenden PDF-Dokuments klicken (1 Information Bieneninspektorat 2026).
Der letzte Termin für die Bestellung der Varroaprodukte über den Verantwortlichen der Abgabestelle Ihres Bezirks ist auf den 15. Mai 2026 festgelegt.
Es honigt unglaublich! Die Bienen tragen ein, was möglich ist. Trotzdem ist der Untergrund sehr, sehr trocken und ein kleiner, sanfter Regen von vielen gewünscht und ersehnt. Mal schauen, ob er bis Samstag kommt…
Um uns über die aktuelle Situation auszutauschen, Fragen stellen zu dürfen und/oder einfach zusammen zu sein, findet unser gemütlicher Imkertreff am 02. Mai 2026 ab 8.00 – 12.00 Uhr im Imkerstübli beim Agrarcenter der Landi in Tafers statt. Unsere Betriebsprüfer stehen für die Justierung eurer Refraktometer und allfälligen Fragen zur Verfügung.
Zudem: Für alle Imker und Imkerinnen des Kanton Freiburg:
Es besteht die Möglichkeit, die Bestellung von Varroamittel des Kantons bei den Betriebsprüfern abzugeben.
Hier findest Du alle Informationen (inkl. Bestellformular). Achtung: Bestellungen sind noch bis spätestens 15. Mai 2026 möglich
Wir freuen uns auf einen gelungenen Austausch bei Getränke und Wurst (offeriert vom Imkerstübli) und Dein Kommen.
Herlichen Dank an die Crew des Imkerstübli’s für’s Organisieren!
Alle Jahre wieder…. Gibt es auch für die Zuchtinteressierten einen Höck.
Zur Planung der Zuchtsaison 2026 und für Updates rund um die
Königinnenzucht treffen wir uns am 28. April um 19.00 Uhr im grossen Saal im «Bahnhofbuffet Düdingen» In diesem Jahr beschäftigen wir uns wieder mit den Drohnen, dem Apilarnil und den Queenbanks. Was immer all das auch ist, wir erweitern unseren Horizont und lernen von einander.
Wir freuen uns auf einen spannenden Abend und möglichst vielen interessierten Personen.
Unser Frühlingshöck führen wir am Freitag, 24.04.2026 um 19.30 Uhr im Rest. St.Martin in 1712 Tafers durch. Das Thema: Varroa (Stand heute) mit dem Referenten Simon Gisler vom BGD. Was sind die aktuellsten Erkenntnisse? Wo stehen wir heute? In welche Richtung geht die ganze Varroageschichte? Welche Möglichkeiten haben wir? Diese Fragen und selbstverständlich Eure Fragen sollen gestellt werden dürfen und nach Möglichkeit beantwortet werden. Wir freuen uns auf einen wissensreicher und diskussionsfreudigen Abend.
Der Vorstand
Dieser findet am Mittwoch, 22.04.2026 um 19.30 Uhr beim Agrarcenter Landi, Treitenstrasse 1 in Kerzers statt. Ab 18.00 Uhr besteht die Möglichkeit das Sortiment der Landi Kerzers im Bereich Imkerartikel zu inspizieren und ggf. noch einiges einzukaufen. Das Thema: „Stockklima: Verstehen, was im Volk vorgeht“ mit dem Referent Simon Gisler vom BGD.
Wir Seisler sind dazu herzlich eingeladen.
Besten Dank an unseren Nachbarverein für diese Möglichkeit! Hier die Informationen von der Website vom Seebezirk
Der Herbst ist angekommen. Mit den Blättern fallen auch die Temperaturen. Wir geniessen das wunderbare Wetter und wären so gerne einfach nur zufrieden.
Doch der Umstand, dass die Asiatische Hornisse sich definitiv und tatsächlich auch bei uns bemerkbar macht, bringt unser inneres Gleichgewicht in massive Unruhe. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viel Zeit für die Suche investiert werden muss und diese nicht zwingend mit dem Fund eines Primär-oder Sekundärnestes gekrönt ist. Zudem haben viele von uns wenig Zeitreserven und oft nicht an den Nachmittagen, bei Sonnenschein und guter Sicht. Wir wollen sehr gerne helfen, unterstützen und können einfach nicht. Unsere Frustgrenze ist auf dem Prüfstand und wechselt sich mit der Resignation und der Motivation regelmässig ab.
Aber Aufgeben ist keine Option. Es erscheint im Moment als „das“ Imker und Imkerinnen-Problem und ist doch in vielen wichtigen Punkten zu kurz gedacht. Selbstverständlich bereiten mir die ausgeräumten Bienenvölker, die fassungslosen und hilflosen Imker und Imkerinnen und die still vor sich hin sterbenden Wildbienen Kopfschmerzen. Bloss, wie gehen wir das Ganze sinnvoll an?
Eines ist für mich klar: wir benötigen die Hilfe aller! Wir alle sind für unsere Umgebung verantwortlich und die Natur braucht jetzt unsere Unterstützung. Dies beginnt mit dem Wahrnehmen unserer Umgebung.
Haltet Eure Augen offen und bitte, meldetet jede Sichtung einer Asiatischen Hornisse oder einem Nest auf der Nationalen Plattform. Angaben dazu findet Ihr auf: https://www.bienen-sense.ch/asiatische-hornisse/
Ganz herzlichen Dank für Eure Unterstützung. Gemeinsam schaffen wir es.
Ich wünsche Euch allen eine wunderbare Zeit.
Jetzt im Spätsommer nehmen in den Gebieten, in denen die Asiatische Hornisse bereits auftritt, die Zahlen an Sichtungen stark zu.
Dies, weil Völker nun von den kleinen Primärnestern in die viel grösseren Sekundärnester (hoch in den Bäumen) umziehen oder bereits umgezogen sind. In diesen Sekundärnestern wachsen die Populationen stark an und so fliegen auch mehr Arbeiterinnen aus.
Von den Kantonalen Fachstellen habe wir die Meldung bekommen, dass sie sehr stark damit beschäftigt werden, Telefonanrufe von beunruhigten Personen entgegen zu nehmen, welche Sichtungen melden wollen.
Dies per Telefon zu tun, ist ineffizient und bindet Ressourcen, die anderweitig genutzt werden können. Zudem hilft eine gute Information, Ängste und Überreaktionen zu minimieren.
Imker/-innen können einen grossen Beitrag zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse leisten. Zuallererst ist es wichtig, Beobachtungen auf der Plattform www.asiatischehornisse.ch zu melden. Diese Meldung sollen alle machen, auch generell interessierte Personen ausserhalb der Imkerschaft.
Werden Sichtungen am Bienenstand gemacht, gilt es als nächstes Dochtgläser aufzustellen. Herrscht daran dann Beflug von Asiatische Hornissen, kann mit Triangulation begonnen und der etwaige Neststandort eingegrenzt, respektive gar gefunden werden (siehe Anleitungen BGD-Merkblatt 2.7.2.). Gerade zum jetzigen Zeitpunkt sind die kantonalen Koordinationsstellen auf diese Vorarbeit seitens Imker/-innen angewiesen, da die Anzahl positiver Meldungen vielerorts explosionsartig zunimmt und die ausgebildeten Hornissenscouts nicht überall gleichzeitig auf Nestsuche gehen können.
Zur Triangulation und Nestervernichtung gibt es auch einen aktuellen Beitrag von Schweiz Aktuell (Link hier).
Bei starkem Beflug besteht die Gefahr, dass die Bienen in eine «Fluglähmung» geraten, also aus Angst gefressen zu werden, nicht mehr ausfliegen. Das kann rasch gefährlich werden für ein Volk da ihnen die Proteinversorgung (Pollen) fehlt. Gegen diese Fluglähmung helfen sogenannte «Volieren» (siehe BGD-Merkblatt 2.7.1). Wichtig zu wissen: Deswegen werden nicht weniger Bienen von Asiatischen Hornissen gefressen, aber diese Massnahmen führt dazu, dass die Fluglähmung nicht auftritt und somit die grösste Gefahr gebannt ist. Die weggefressenen Bienen mag ein (normal) starkes Volk verkraften, eine Fluglähmung hingegen schwächt derart, dass ein Volk eingehen kann.
Später im Jahr, wenn der Flugbetrieb abnimmt und dann eingestellt wird, muss verhindert werden, dass Asiatische Hornissen in die Völker eindringen. Deshalb ab Oktober bei eingestelltem Flugbetrieb: Fluglochbegrenzung auf 5.5 mm. Regional wurden auch schon kleinere Hornissen gesichtet, für die eine 5 mm-Höhenbegrenzung nötig ist. Nach Ende der Angriffe das Flugloch wieder freigeben, um Reinigungsflüge und «Stockputzete» nicht zu behindern. Je nach Höhe kann die Fluglochbegrenzung auch als Mäusegitter belassen werden.
Eine kompakte Zusammenstellung weiterer Informationen findet ihr im Positionspapier von BienenSchweiz (Link hier).
Und eine Seite, wie auch an Nichtimker/innen empfohlen werden kann: www.bienen.ch/velutina (oder auch einfach bienen.ch, das Thema ist aktuell prominent auf der Startseite).
Das für den Moment. In der aktuell «heissen Phase» werden wir euch regelmässig mit weiteren Informationen bedienen.