Selbstkontrolle

Die unten stehenden Vorschriften gelten für alle Imkerbetriebe.
(Ausnahme: Eigenverbrauch im engsten Familienkreis)

Meldung beim kantonalen Laboratorium
Jeder Imkerbetrieb ist dazu verpflichtet, sich beim kantonalen Laboratorium als Lebensmittelbetrieb zu melden.

Pflicht zur Selbstkontrolle
Die Pflicht zur Selbstkontrolle ist einer der wichtigsten Grundsätze des schweizerischen Lebensmittelrechts. Sie gilt für alle, die Lebensmittel herstellen, behandeln, abgeben, einführen oder ausführen.

Pflicht zur Dokumentation
Die Pflicht zur Selbstkontrolle beinhaltet auch die Pflicht zur Dokumentation der Herstellung und Ernte.

Pflicht zur Rückverfolgbarkeit
Jeder Imkerbetrieb ist verpflichtet, ein Glas Honig à 250g von jedem Warenlos, vollständig etikettiert und korrekt beschriftet (Siegelimker mit Siegel), während drei Jahre zur Rückverfolgbarkeit aufzubewahren.

Das Selbstkontroll- und Ergänzungsblatt kann in den Downloads gefunden werden.

Stichprobenweise Prüfung der Honigqualität
Um die Qualität des Honigs unserer Imkerinnen und Imker zu überprüfen, werden von unseren Betriebsprüfern jedes Jahr Stichproben eingezogen und zur Analyse an ein Labor gesandt, wo der Gehalt an Wasser, Thymol, 1,4-Dichlorbenzen, Naphtalen (beides Mottenkugelwirkstoffe), sowie HMF (Wärmeschädigung) gemessen wird. Die Werte können wie folgt interpretiert werden:

Interpretation Honiganalyasen

Honig, der die Siegelimker Grenzwerte überschreitet, die gesetzlichen Toleranzwerte des Lebensmittelgesetzes jedoch einhält, darf verkauft werden, jedoch nur ohne Qualitätssiegel. Wenn hingegen auch der gesetzliche Grenzwert überschritten wird, darf der Honig nicht in den Verkauf gelangen.